Geschichte



Der PGA Centenary Course in Gleneagles wurde von der Golferlegende Jack Nicklaus entworfen und ist einer der besten Golfplätze in Großbritannien. Nicklaus beschreibt den Kurs „als eines der feinsten Stücke Land, an denen ich je arbeiten durfte.“

Der Kurs hat eine Länge von ca. 5 km vom roten Tee sowie ca. 6,2km vom weißen Tee und stellt dadurch eine Herausforderung sowohl für erfahrene Profis wie auch Anfänger dar. Der Golfplatz bietet einen atemberaubenden Blick auf die schottische Landschaft und vier verschiedene Berge sind von fast allen Löchern im Hintergrund zu bestaunen.

Der Kurs wurde ursprünglich in den Neunzigern unter dem Namen „Monarch’s Course“ (= Kurs des Monarchen) angelegt. Im Februar 2001 wurde er jedoch anlässlich des hundertjährigen Bestehens der PGA in „PGA Centenary Course“ (= Kurs des huntertjährigen Jubiläums der PGA) umbenannt.

Der Ryder Cup hatte seinen inoffiziellen Ursprung 1921 in Gleneagles, als J.H. Taylor, Walter Hagen und Harry Vardon mit siebzehn weiteren Männern einen internationalen Wettkampf zwischen Teams aus Großbritannien und den USA bestritt. Dieses Turnier gab den Anstoß für die offizielle Gründung des Ryder Cup im Jahr 1927.

Das Team, gegen das die USA antrat, war ursprünglich auf Großbritannien und Irland beschränkt. Dieser Umstand änderte sich erst 1979, als die legendären Golfer Severiano Ballesteros und Antonio Garrido zu dem Team stießen. Dieser Wandel in der Zulassung der Spieler entstand um den USA, die bis dahin den Ryder Cup dominierten, einen stärkeren Gegner gegenüberzustellen und den Wettbewerb ausgeglichener zu machen. Den ersten Sieg errang Team Europa im Ryder Cup 1985.

Die Trophäe ist nach einem englischen Saatguthändler benannt, der den ursprünglichen Ryder Cup stiftete. Das Gesicht auf dem Pokal ist jedoch das von Abe Mitchell – selbst ein erfolgreicher Golfer – und der Ryder Cup symbolisiert die Bedeutung des sportlichen Wettbewerbs.

Eines der denkwürdigsten Momente in der Geschichte des Ryder Cup spielte sich 1969 zwischen Tony Jacklin (Europa) und Jack Nicklaus (USA) auf dem Royal Birkdale Golf Club ab. Jack Niklaus schenkte am letzten Loch Tony Jacklin den Putt und sorgte für das erste Unentschieden. Beide verließen den Platz Arm-in-Arm. Die Geste Niklaus‘ wird als eine der sportlichsten in der Geschichte des Sports angesehen.

Tony Jacklin gilt mit seinen 13 Siegen, 14 Niederlagen und 8 Teilungen als der erfolgreichste Teilnehmer am Ryder Cup. 1987 führte er das europäische Team zum ersten Sieg auf amerikanischem Boden.

Martin Kaymer sorgte 2012 nach einer irren Aufholjagd für den 13. Erfolg des europäischen Teams. Obwohl die USA nach den ersten beiden Tagen mit 10:6 in Führung standen, holte Europa diesen Vorsprung auf und Kaymer sorgte auf dem letzten Loch mit einem Putt zum Par für den 14. Punkt, der dem Titelverteidiger zur Verteidigung des Pokals reichte.

Turniermodus



In jedem Team treten zwölf Spieler an, wobei neun Spieler über die Ranglisten der PGA bzw. European/World Tour ermittelt werden. Hinzukommend wählt der Kapitän drei weitere Spieler aus. Abgesehen von der Wahl der drei Spieler ist der Kapitän maßgeblich für die Aufstellung sowie die Strategie des Teams zuständig. Er wird unterstützt von zwei Vizekapitänen.

Anders als bei den normalen Profi Golfturnieren wird beim Ryder Cup Mann-gegen-Mann gespielt. Das verteilt sich auf 28 Partien über jeweils 18 Loch von Freitag bis Sonntag. Dabei werden Freitag und Samstag jeweils vier Foursome Partien und vier Fourball Partien ausgetragen. Bei Foursomes spielt ein Team aus zwei Spielern jeweils mit einem Ball, wobei abwechselnd geschlagen wird. In den Fourball Partien spielt jeder Spieler seinen eigenen Ball und die niedrigste Anzahl an Schlägen wird gewertet. Sowohl bei den Foursomes als auch bei den Fourball Partien wählt der Kapitän die Spieler aus. Am Sonntag werden schließlich zwölf Einzelspiele (wieder Mann-gegen-Mann) gespielt, bei denen jedes Teammitglied spielt.

Für jeden Sieg gibt es einen Punkt und einen halben Punkt für ein Unentschieden nach 18 Löchern. Beim Stande von 14-14 am Ende des Wettbewerbs, hat der Gewinner des letzten Aufeinandertreffens den Pokal verteidigt. Der Herausforderer benötigt somit mindestens 14 ½ Punkte um die Trophäe zu gewinnen.